Über

„“Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Fehler und schuldhaftem Versagen, Fähnrich?
„Nein, Sir.“
„Jeder kann einen Fehler machen, Fähnrich. Aber der Fehler wird nur dann zu einem schuldhaften Versagen, wenn man sich weigert ihn zu berichtigen.“ 1

Mein Name ist Christian und eigentlich ist bei mir etwas schief gelaufen. In der Diaspora aufgewachsen, sämtliche Schulkameraden eher kirchenfern und dann durchlief ich auch noch die deutschen „Katechesen“. Die Anführungszeichen sind wohl Anzeichen genug dafür, was ich davon hielt. Trotzdem ist bei mir irgendwie ein Katholik herausgekommen: sonntäglicher Messbesuch, regelmäßige Beichte und den Katechismus kenne ich auch noch. Eigentlich wollte ich das Wort Katholik noch mit einem Adjektiv ausschmücken, wie traditionell oder konservativ. Letzten Endes vertrete ich aber schlicht die Lehrmeinung der Katholischen Kirche und bin dankbar dafür, ihr anzugehören. Wenn mich das im heutigen Deutschland konservativ macht – dann ist dem eben so. Weiterhin bevorzuge ich tatsächlich den außerordentlichen Form des römischen Messritus, obwohl ich den mangels Angebot seit mittlerweile einem Jahr nicht mehr besucht habe. Wenn das ausreicht, um mich zu einem Traditionalisten abzustempeln – dann ist dem eben so.

Vielleicht liegt es mir auch einfach in den Genen, denn zwar bin ich in Deutschland geboren und aufgewachsen, jedoch kommen meine Eltern beide aus Polen. So waren Erstkommunion und Firmung zumindest Pflicht und niemand stand mir im Weg, als ich mich mehr für meinen Glauben zu interessieren begann.

Heißt das, hier auf dem Blog solle es nur um Katholisches gehen? Nun, ja – und nein. Einerseits ist es einfach unmöglich, wenn man denn nun mal durch seine Religion geprägt ist, nicht zumindest aus dieser Perspektive zu schreiben. Andererseits sind die Themen viel weitläufiger gefasst. Ob Philosophie, Literatur oder Formel 1 – wenn ich zum Schreiben kommen sollte, wird es um einiges gehen. Nur aktuelle Themen werden bei mir etwas schwer. Irgendwie bin ich einfach immer der letzte, der die weltbewegenden Dinge mitkriegt.

In diesem Sinne hoffe ich, dass meine Beiträge zumindest einigen wenigen Lesern zu gefallen wissen.

Der dumme Fuchs

P.S. Bei meinem Pseudonym handelt es sich um eine Anspielung auf den heiligen Thomas von Aquin. Dessen Spitzname lautete Der dumme Ochse. In Anlehnung an meinen Familiennamen wurde daraus eben Der dumme Fuchs. Im Englischen funktioniert es übrigens noch besser: The dumb Ox –> The dumb Fox.

Eine kleine Anmerkung: Auf diesem Blog wird aus pragmatischen Gründen der Lesbarkeit stets die männlichen Sprachform gewählt, wofür ich Leserinnen um Verständnis bitte. Der Paartherapeut Jürg Willi konstruierte den Satz: „Wenn man/frau mit seiner/ihrer Partner/in zusammenleben will, so wird er/sie zu ihr/ihm in ihre/seine oder sie/er in seine /ihre Wohnung ziehen“, um deutlich zu machen, dass eine befriedigende Lösung des Sprachproblems nicht möglich ist: „Ich ziehe die einfach Sprache der zwar korrekten, aber unübersichtlicheren vor.“ Diese Auffassung teile ich. (sinngemäß nach Manfred Lütz)

1Timothy Zahn, Erben des Imperiums, S.194